Pharao Obama - Nachrichten aus Israel
Als ich im September 1978 unser erstes Presseblatt
„Nachrichten aus Israel“ herausgab, das jetzt Israel Heute heißt, ging
es darin bereits im Leitartikel um die Zweistaatenlösung, um einen
selbstständigen Palästinenserstaat an der Seite Israels. Schon damals, vor 30
Jahren, forderte PLO-Chef Arafat von Israel die sogenannte Westbank, genauer
gesagt Judäa und Samaria,
sowie Jerusalem als Staatsgebiet für sein
„palästinensisches Volk“.
Will man politisch korrekt sein, dann gab es in den
Grenzen Israels nie einen Palästinenserstaat. Erst nach der Vertreibung der
Juden aus Israel setzte der römische Kaiser Hadrian 135 n. Chr. an Stelle von
„Israel“ bzw. „Judäa“ den Namen „Palästina“ ein. So hieß das von Gott Israel
zugesprochene Land fortan „Palästina“. Mit einem palästinensischen Volk, das
angeblich im Gebiet des heutigen Gazastreifens gelebt haben soll, hatte dies
nichts zu tun.
Nachdem die Briten 1917 die Türken aus Palästina vertrieben
hatten, übernahmen sie das Mandat. Jeder Einwohner, egal ob Jude oder Araber,
ob Christ oder Moslem, war nun „Palästinenser“. Auch Israels Staatsgründer David
Ben-Gurion war laut seinem Mandatspass ein „Palästinenser“, und die erste
jüdische Tageszeitung in Eretz Israel, die 1932 gegründete heutige „Jerusalem
Post“, hieß damals „Palestine Post“.
Der Begriff „palästinensisches Volk“ tauchte erstmals auf,
als Arafat seine untereinander zerstrittenen Terrorgruppen unter einen Hut
bringen musste, um vereint gegen d en 1948 gegründeten Judenstaat besser kämpfen
zu können. Seitdem beanspruchen die „Palästinenser“, die in Wahrheit aus fast
allen arabischen Ländern stammen, das Land Israel für sich.
Seither haben alle amerikanischen Präsidenten sowie
europäischen Politiker die Formel der
„Zweistaatenlösung“ übernommen. Um es
sich nicht mit den Araberstaaten zu verderben, gehört es aus diplomatischen
Gründen dazu, auf internationalen Konferenzen oder bei Staatsbesuchen in Israel
von der israelischen Regierung zu fordern, dass Israel sich aus Judäa und
Samaria und der Jerusalemer Altstadt zurückziehen soll, damit die Palästinenser
dort ihren Staat errichten können.
An diese Litanei hat sich Israel mittlerweile gewöhnt. Auch
daran, dass ausländische Politiker fordern, dass Israel den Siedlungsbau
stoppt. Das forderten auch alle US-Präsidenten. Barak Hussein Obama geht jedoch
darüber hinaus. Er fordert von Israel nicht nur den Baustopp der jüdischen
Siedlungen. Obama fordert von Israel auch den Stopp „des natürlichen Wachstums“
in den Siedlungen. Das heißt im Klartext: Es dürfen in den jüdischen Siedlungen
keine Kinder mehr geboren werden, und es dürfen keine jüdischen Neueinwanderer
mehr nach Israel kommen, weil dadurch, um Raum für sie zu schaffen, die
Siedlungen erweitert werden müssten.
Mit dieser Forderung überschritt Obama eine Rote Linie.
Obwohl bereits eine Zweistaatenlösung biblisch betrachtet nicht im Willen
Gottes ist: Die Zwei-Staaten-Lösung ist nämlich eine „Teilungs- Lösung“. Da
soll das Land, das Gott Israel fest zugesprochen hat (Amos 9,15) geteilt
werden, das heißt, aus einem Land sollen zwei Länder werden. Eine
solche Teilung aber ruft laut Joel 4,1 das „Wehe Gottes“ über die Völker, die
eine Teilung von Eretz Israel durchsetzen wollen.
Politiker sehen biblische Aussagen gewöhnlich nicht als
gültige Richtlinien an. Das heißt aber nicht, dass Gott sich nicht an seine
Bedingungen hält und den Völkern, wie er durch Joel warnt, ihr israelfeindliches
Verhalten „auf ihr Haupt zurückfallen“ lässt. Amerika wird sich noch nach
Obamas Vorgänger Bush zurücksehnen, denn Bush war, verglichen mit Obama,
scheinbar von zwei Übeln das kleinere, denn Gott misst die Völker an ihrer
Haltung gegenüber Israel.
Dass Obama von den jüdischen Siedlern die Unterbindung
natürlichen Wachstums fordert, erinnert an Pharao (2. Mose 1). Auch Pharao
wollte das natürliche Wachstum stoppen und das hebräische Volk zum Aussterben
verurteilen. Pharao hatte Angst davor, dass die Hebräer zu zahlreich werden.
Deswegen wollte er die männliche Elite vernichten.
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Lösung des Nahostkonflikts
Wenn jemand seine Hand in die
Sonne hält, so fällt auf die Tischplatte ein Schatten. Er kann den Schatten nun
genau beschreiben, aber er kann ihn nicht verändern noch verrücken, solange
sich der Verursacher des Schattens, die Hand, nicht fortbewegt.
Diese simple Einsicht kommt
einem in den Sinn, wenn man die Bemühungen der Politiker zur Lösung des
Nahostkonflikts nun schon seit Jahren verfolgt. Sicher spielen Nationalismen
eine Rolle: hier die Israelis, dort die Araber. Wie wenig dies aber die
eigentliche Ursache des Konflikts darstellt, haben nicht zuletzt der Gazakrieg,
aber auch schon die vorigen Auseinandersetzungen gezeigt. Anders als 1948 bis 1967 ziehen nicht mehr die arabischen Armeen aus, wenn sich Israel wieder
einmal Luft gegen die Hamas oder die Hisbollah verschafft. Aktiv im Kampf gegen
Israel werden Hisbollah und Hamas nur vom Iran unterstützt und das ist nicht
mal ein arabisches Land.
Nein, die „Mutter alles
Konflikte“ ist die Religion!
Die Tora erzählt zwar
von der Vertreibung Hagars mit ihrem Sohn Ismael durch Vater Abraham. Aber von
einer Tötung spricht die hebräische Bibel an dieser Stelle nicht.
Und die Kriege Israels gegen
seine Nachbarstämme hat das heutige Israel nie als Grundlage für Kriege
genommen, von denen kein einziger als Vernichtungskrieg geführt wurde. Und nach
dem Gazakrieg untersucht die Armee Israels ihre eigenen Aktionen auf mögliche
Kriegsverbrechen d.h. ungerechtfertigte Tötung von Zivilisten.
Ganz anders der Koran als
religiöse Grundlage der Moslem. Dort werden eindeutig die Juden als Affen und
Schweine bezeichnet, die es zu töten gilt. Es ist verdienstvoll, dies zu tun.
Für den Kampf für Allah gegen die Ungläubigen zu sterben, verheißt das
Paradies.
Dies werden nachweislich die
kleinen Kinder in den Schulen der Palästinenser schon so gelehrt. Die
Selbstmordkandidaten stehen Schlange zur bewussten Tötung von
Zivilisten.
So ist der
Hass der Israeli, wenn man denn so sagen kann, auf die Palästinenser nicht dasselbe, wie der Hass
der Palästinenser auf die Juden. Der jüdische „Hass“ ist begründet in
Leiderfahrungen der Gegenwart, der Hass der Palästinenser ist primär begründet
in der Religion und dann natürlich auch in den Erfahrungen von Demütigungen und
Leid.
Israel ist
ein säkularer Staat, in dessen Gesellschaf Religion gewiss eine große Rolle
spielt, in dessen politischen Entscheidungen, insbesondere was die „Linken“
Parteien betrifft, Religion nur am Rand eine Rolle spielt. Da der Koran aber
zugleich die religiösen wie politischen Grundlagen des staatlichen Handels
darstellt, ist Allah in den Entscheidungen der Hamas und Hisbollah („Partei
Gottes“) weitaus präsenter als Jahwe in den Entscheidungen Israels. In der
Frage der Preisgabe von biblischem Land für Frieden ist die israelische
Gesellschaft gespalten, denn da geht es um von Gott Israel verheißenes und
geschenktes Land. Das motiviert die Siedler zum Gründen ihrer Kibbuzim, um
biblisches Land nicht preiszugeben. Das war die eigentliche Tragödie der
Räumung von Gaza: die Siedler wurden irre an Gott, der nicht eingriff.
Eindeutig aber religiös gleich national wird die jüdische Gesellschaft, wenn es
um die Teilung Jerusalems geht. Darum ist die Klagemauer Israels religiöses
Zentrum, weil dort auf dem Zion einmal der Tempel stand und jetzt die
el-Aksa-Moschee und der Felsendom der Heiden, der gojim. Genau dies aber
bezeichnen die Moslems als ihr dritthöchstes Heiligtum und reagieren auf ein
Betreten des heiligen Berges durch einen jüdischen Führer wie Ariel Scharon
unter Anwendung von militärischer Präsenz mit einer neuen Intifada. Die unlösbaren
religiösen Konflikte sind der Kern des Nahostkonflikts.
Politik
kann aber religiöse Streitfragen nicht lösen, sondern höchstens mit den
Methoden der Friedens- forschung versuchen zu kanalisieren. Und die einfachste
Regel heißt dabei: Auseinanderrücken der Fronten, geographische Trennung der
Systeme.
Das ist der
ganz einfache Hintergrund der Zwei-Staaten-Lösung, weswegen alle Welt so sehr
daran festhält. Verständlich! Man sollte sich dann nur nicht über das immer
neue Scheitern wundern. Allerdings sollten sich die westlichen Politiker auch
einmal um die Verwendung ihrer Gelder kümmern. Wenn sie Selbstmordanschläge als
„feige“ und „unmenschlich“ verurteilen, dann sollten sie mal darauf achten, was
für Schulbücher mit ihrem Geld gedruckt werden. Aber selbst die moslemischen
Geldgeber der Golfstaaten werden wohl kein Interesse an einer derartigen
Verwendung ihrer Gelder haben, da der Terror jederzeit auch sie, die „pro-westlichen“
Regime treffen kann.
Biblisch gesehen ist die Zwei-Staaten-Lösung für Israel
eine Katastrophe. Menschlich gesehen sind aber beide Gesellschaften, die
israelische und die palästinensische, so verletzt, dass politisch kaum ein
anderer Weg denkbar ist. Aber war nicht die Versöhnung zwischen Deutschen und
Juden einmal noch viel undenkbarer?